Liebe Mitglieder, liebe Sympathisant:innen der Grünen Windisch! Gerne informieren wir euch über die letzten Sitzungen des Einwohnerrats und über unsere Ziele für die kommenden Wahlen.

Rückblick auf die Einwohnerratssitzungen vom 22. & 29. Oktober 2025

Die letzten Sitzungen der Legislatur waren intensiv und teilweise emotional. Am 22. Oktober konnten wir zwei wichtige Projekte auf den Weg bringen:

  • die neue Führungsstruktur der Schule, welche die Leitung stärkt und professionalisiert,
    sowie
  • die Neugestaltung der Habsburgstrasse mit Schwammstadt-Massnahmen – ein konkreter Schritt in Richtung klimaresistente Infrastruktur.

Beide Geschäfte haben wir Grünen überzeugt unterstützt.

Weniger Freude bereitete das neue Parkierungsreglement. Es ist aus unserer Sicht zu komplex und birgt das Risiko von Missverständnissen bei Anwohnenden und Verwaltung. Unser Rückweisungsantrag wurde leider abgelehnt und das Reglement nach einer durchaus kontroversen Diskussion schlussendlich angenommen. Nun hoffen wir darauf, dass die Verwaltung gute Lösungen findet, um eine gute Umsetzung sicherstellen zu können.

Budget 2026 – schwierige Ausgangslage, verantwortungsbewusster Entscheid

In der Sitzung vom 29. Oktober drehte sich alles um das Budget 2026. Das Defizit von rund 2,2 Millionen Franken ist deutlich und sorgt zu Recht für Sorgen. Der Hauptteil des Minus stammt jedoch aus gebundenen Kosten, die Windisch nicht beeinflussen kann – etwa Pflegefinanzierung oder Sonderschulen.

Die Spielräume im Budget sind entsprechend klein. Kurzfristige Kürzungen einzelner Posten hätten keine nachhaltige Wirkung gezeigt – im Gegenteil, sie hätten teilweise zentrale Leistungen gefährdet. Wir Grünen haben uns daher entschieden, dem Budget zuzustimmen. Nicht, weil wir die Situation auf die leichte Schulter nehmen – im Gegenteil. Uns ist bewusst, dass es so nicht weitergehen kann. Wir erwarten vom neuen Gemeinderat, dass er frühzeitig Lösungen sucht, um die Finanzen zu stabilisieren, damit wir für 2027 nicht erneut ein Budget mit einem so grossen Defizit beraten müssen.

Auch eine Steuererhöhung wird wohl diskutiert werden müssen – insbesondere, weil der Wegfall des Eigenmietwerts die Gemeinden zusätzlich belasten wird. Wichtig ist uns, dass diese Diskussion offen, ehrlich und mit langfristiger Perspektive geführt wird.

Langfristig denken statt kurzfristig verkaufen

Zum Abschluss der Sitzung konnten wir zwei Geschäfte von Gemeinderat Reto Candinas (SP) unterstützen:

  • den Verkauf eines kleinen Grundstücks im Rütenenquartier
  • sowie die Vergabe der Landreserve im Vorderen Chilefeld im Baurecht.

Wir haben uns klar für das Baurecht eingesetzt, weil es nachhaltiger ist: So bleibt das Land im Besitz der Gemeinde – als Wert und als Gestaltungsspielraum für kommende Generationen. Der Entscheid untersteht dem obligatorischen Referendum, das heisst: Die Bevölkerung wird mitbestimmen können. Wir werden uns weiterhin für die Baurechtslösung einsetzen und hoffen darauf, dass ihr uns dabei unterstützt.